18.05.2026

Kneipengespräch mit Greta Garlichs zur Energiepolitik

Veranstaltungsplakat OV Grüne Cux

Kommt jetzt die "Reiche-Delle" ?

 

Niedersachsen profitiert vom Ausbau der Erneuerbaren und die Vorteile sind mittlerweile breit bekannt: Von Unabhängigkeit in Zeiten globaler Konflikte über günstige Energie bis hin zu neuen Jobs in Zukunftsbranchen kann bei klugem politischen Vorgehen Niedersachsen zum Wirtschaftsstandort Nummer Eins werden. Die Weichen in Niedersachsen wurden gestellt, aber Katherina Reiche reißt stattdessen alles wieder ab.

Vom Vorstandssessel der Westenergie AG – einem der größten Gasnetzbetreiber Deutschlands - ins Kabinett von Friedrich Merz: Das war der Weg von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Seitdem greift sie massiv in den Markt ein, zugunsten von fossilen Energieträgern wie Gas. Noch 2026 sollen Gaskraftwerke mit 12 GW ausgeschrieben werden, die ironischerweise aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert werden. In Zeiten von globalen Krisen und Konflikten ist es elementar, unabhängig zu sein. Für die deutsche Wirtschaft tun sich durch die Energiewende konkrete Chancen auf, insbesondere für Niedersachsen. Dies wird nun bewusst vor die Wand gefahren, anstatt Chancen zu nutzen. Die Folgen der Reiche-Delle können dieses Land um Jahrzehnte zurückwerfen.

Das ist für Cuxhaven kein abstraktes Berliner Planspiel. Hier werden bei Siemens die Windturbinen produziert, hier liegt der Hafen, von dem aus das Material für die Offshore-Windparks verschifft wird, hier entstehen die Arbeitsplätze. Und hier dreht Reiche die Windräder buchstäblich aus dem Wind: Ihr „Netzpaket 2026" sieht vor, dass Netzbetreiber sich nicht mehr am Ausbau der erneuerbaren Energien orientieren müssen. Nach einer Analyse müssten damit 32,2 Gigawatt Projektvolumen und rund 45 Milliarden Euro Investitionen mit einem Redispatch-Vorbehalt rechnen — das wäre ein Genickschlag für die Investitionsrechnung vieler Ökostrombetreiber.

Das bedeutet im Klartext: Windräder, die Strom produzieren könnten, werden abgeregelt, weil das Netz nicht ausgebaut wird. Statt einer Digitalisierungs- und Netzausbauoffensive wird die Last der jahrelang verschleppten Maßnahmen bei Wind- und Solarkraft abgeladen. Bei der Energieministerkonferenz, die parallel vom 20.-22. Mai auf Norderney tagt, fordert Niedersachsen als Gastgeberland die Kehrtwende.

Wir wollen nicht meckern, sondern machen: Was das für Cuxhaven konkret bedeutet, welche Chancen die Energiewende bietet, was das Land Niedersachsen unternimmt, und was wir konkret tun können, diskutieren wir am 21. Mai 2026 um 19:00 Uhr im Restaurant „Unikat“, Neufelder Straße 12, beim „Grünen Kneipengespräch“ mit Greta Garlichs, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Niedersachsen und energiepolitische Sprecherin der Grünen in Hannover.


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