15.02.2026

Energiewende voranbringen statt abwürgen

Sven Giegold bei seinem Auftritt in Cuxhaven (Foto: Grüne Cux)

Sven Giegold kämpft für Zukunft der "Erneuerbaren"

Der stellvertretende Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Sven Giegold,  kam zu einem Besuch nach Cuxhaven, um über die Zukunft der Ernergiewende zu sprechen. Das Interesse an der Veranstaltung war erwartungsgemäß groß, profitiert doch unsere Region in besonderem Maße vom Ausbau der "Erneuerbaren". Giegold sparte nicht mit Kritik an der aktuellen Bundesregierung und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU):  Sie wolle die Energiewende abwürgen und zusammen mit den Energiegroßkonzernen zurück zu fossilen Lösungen.  "Wir müssen die Energiewende gegen Frau Reiche verteidigen", so Giegold. Das vom Ministerium neu vorgeschlagene "Netzpaket" sehe massive Einschnitte bei den Erneuerbaren vor, Einspeise- und Vergütungsgarantieen seien gefährdet, der weitere Ausbau liege bei den Netzbetreibern. Wärmepumpen und E-Autos, die in skandinavischen Ländern längst Standard sind, würden bei uns mit Desinformationskampagnen seitens der Energiewirtschaft angegriffen, dies begann zu Zeiten der Ampelregierung.   

Weltweit seien fossile Energieträger auf dem Rückzug, und auch der Wiedereinstieg in die Atomenergie rechnet sich nicht - so Giegold. Der Netzausbau für die Erneuerbaren müsse verstärkt werden und die Strompreise könnten weiter gesenkt werden. Aktuell machen die Erneuerbaren in Deutschland 60 % der Stromerzeugung und 24 % der gesamten Energiemenge aus. Aber es gebe immer noch rund 80 Milliarden Euro an Importkosten für fossile Energie pro Jahr, die nach und nach ersetzt werden müssten. Bei den Verteilnetzen gebe es noch großen Spielraum, sie auf mehr Leistung zu bringen, z.B. mit sogenannten Smartmetern. 

Die CDU widerspräche ihren eigenen Aussagen zur Technnologie -Offenheit, so Giegold abschließend. Dort setze man auf kostenintensive Gaskaftwerke in der Grundlast, die nur wenige Tage im Jahr gebraucht würden. Die Grünen haben von Beginn an gefordert, diese auf grünen Wasserstoff  umzustellen und insbesondere kleine und mittlere Betriebe beim Strompreis zu entlasten.  Eine Chance sieht Giegold im sogenannten "Green Deal" zur Energiewende in der Europäischen Union,  der in den Kernaussagen noch Bestand hat und den auch die CDU nicht aufhalten könne.       


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