Cuxhaven, 14.10.2022

wieder: Elb-Mahnwache

Mahnwache mit Peter Roland als Redner

Am heutigen Freitag - wie jeden 2. Freitag im Monat - versammelten sich wieder Elbvertiefungsgegner*innen am Radarturm bei der Alten Liebe in Cuxhaven. Dieses Mal brachten 45 ihren Prottest gegen die elbvertiefung und ihre Folgen zum Ausdruck. 

Aus dem Aufruf zur Oktober-Mahnwache: "Mit Besorgnis blicken Grüne und Umweltverbände auf Berichte des NDR vom vergangenen Wochenende, wonach die Wasser-und Schifffahrtsverwaltung für die Dauer von bis zu 2 Jahren zusätzliche Baggerungen im Unterelbebereich angekündigt hat. Grund sind weit über das Maß gestiegene Schlickmengen und die so entstandene Nichteinhaltung der Planvorgaben aus der Elbvertiefung. Umweltverbände betrachten die Elbvertiefung bereits als gescheitert und fordern deren teilweise Rücknahme. Weiteren Anlass zum Protest bieten zusätzliche Schlickmengen aus den Zufahrten der geplanten LNG-Terminals und die immer noch bestehende Option Hamburgs, ab Januar 2023 belastete Hafensedimente bei Scharhörn küstennah zu verklappen."

Hier die Wiedergabe der meldung von "NDR-Info-Radio"
Fehlschlag Elbvertiefung? Schlickbagger kommen kaum hinterher
Stand: 06.10.2022 06:00 Uhr
War die letzte Elbvertiefung ein Fehlschlag? Nach Informationen von NDR 90,3 kommen Baggerschiffe derzeit kaum noch hinterher, zusätzlichen Schlick wegzubaggern, damit die Fahrrinne tief genug bleibt.
Ende Januar ist die bislang letzte Elbvertiefung offiziell abgeschlossen worden. Unabhängig von Ebbe und Flut sollten eigentlich Schiffe bis 13,50 Meter Tiefgang den Hamburger Hafen anlaufen können, bei Hochwasser ist sogar noch mehr möglich. Aber: In den vergangenen Monaten hat sich in der Fahrrinne offenbar deutlich mehr Schlick abgesetzt als erwartet.
Unter-Wasser-Böschungen brechen immer wieder ab
An vielen Stellen ist die Elbe nicht nur vertieft worden, die Fahrrinne wurde auch verbreitert. Und die neuen, unter Wasser liegenden Böschungen sind wohl nicht stabil genug, brechen immer wieder ab. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes musste seit Jahresbeginn schon mehr als 200 Mal neue Regeln für Schiffe erlassen, häufig geht es um den Tiefgang.

Fahrrinne öfter flacher als vorgesehen
In Höhe Stade etwa ist die gesamte Fahrrinne aktuell rund 60 Zentimeter flacher als vorgesehen. Vor rund einem Monat meldete die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Höhe Brokdorf rund einen Meter mehr Schlick als geplant. Große Schiffe sollen dort nur mit stark gedrosselter Geschwindigkeit fahren.
Im Bundesverkehrsministerium ist dazu nach Informationen von NDR 90,3 am Donnerstag ein wichtiges Treffen geplant.

Drei große Baggerschiffe im Einsatz und viele Stellen offen
Aktuell sind auf der gesamten Elbe zwischen der Mündung und Hamburg nur drei große Baggerschiffe im Einsatz, eines davon im Hamburger Hafen. Das reicht offenbar nicht. Und offenbar fehlt auch bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Personal, viele Stellen sind dort offen. Wenn sich die Situation nicht verbessert, könnte es wohl noch größere Einschränkungen geben. Schiffe dürfen dann möglicherweise nur noch mit weniger Ladung nach Hamburg fahren.
Laut Umweltverbänden war das Problem vorhersehbar, man habe schon vor zehn Jahren davor gewarnt. Malte Siegert vom NABU meint, man könne nicht gegen die Natur anbaggern.

 


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